Kunstmuseum Nantes – 2017

Bei barrierefreien und inklusiven Angeboten im Museums- und Ausstellungsbereich geht es zunehmend um die Verschränkung von analogen und digitalen Medien. Für  die Museumsapp „Ma Visite“ wurden wir beauftragt, 27 Hauptwerke der Gemäldesammlung graphisch und digital so aufzubereiten, dass sie von sehbeeinträchtigten Nutzern auf einem Tablett im Ausstellungssaal angeschaut werden können. Die Begegnung mit dem Gemälde sollte interaktiv sein, das heißt, man sollte in das Bild hineinzoomen können um so die Details besser lesen. Ebenfalls bot das Tablett an, dass jeder Nutzer individuell das Licht regeln kann, um das Gemälde noch besser zu erkennen.

Die Auswahl der Gemälde erfolgte durch das Museum und gemeinsam mit den Kulturvermittlern wurde bei jedem Gemälde besprochen, welche Figuren und welche Objekte im Bild präsentiert werden mussten – und wo man auch limitieren und weglassen kann. Der Blick wird dadurch gelenkt, es ist eine Orientierung, die durch den Designer und durch den Kunstvermittler vorgenommen wurde. Insbesondere wollten wir, dass bestimmte Bereiche des Bildes, die im Original schattig und verdunkelt sind, in der graphischen Adaption klar und deutlich werden, dabei aber keine zu große Interpretation des Gemäldes zu erstellen. Ziel war es eher, mit der Stilisierung den globalen Sinn des Werkes lesbar zu machen, dabei die Farben und die Striche derart anzupassen, dass sie lesbar werden.

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