Louvre – Petite Galerie – Ausstellung „Gründermythen“ – 2015

Die Petite Galerie du Louvre ist das Zentrum für die Kunst- und Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche, ihre Eltern, Erzieher oder Begleiter. Hier lernen sie eine Auswahl der wichtigsten Werke des Museums lernen. Tactile Studio entwarf ein taktiles Bilderbuch, mit dem die blinden und sehbehinderten kleinen und großen Gäste ebenfalls Zugang zu Wissen haben.

 

2015 zeigte das Museum eine Ausstellung mit dem Titel “Gründermythen. Von Herkules bis Darth Vador” (12. Oktober 2015 – 4 Juli 2016), mit der erzählt wurde, wie Zeichner, Bildhauer, Maler, Marionettenbauer, Cineasten oder Musiker auf der ganzen Welt die alten Mythen beleben. Die Ausstellung zeigte etwa 70 Werke, aufgeteilt in vier Bereiche: Von den Mythen der Entstehung der Welt, über die natürlichen Lebenszirkel der alten Griechen, Perser oder Ägypter, zu den grossen Helden der Mythologie wie Herkules oder Orpheus. Schliesslich landete der Besucher in Räumen, die den neuen, aktuellen Gründermythen wie der Stars Wars-Reihe gewidmet waren.

Das taktile Bilderbuch zur Ausstellung ist weich anzufassen, mit unzerreißbaren Seiten. Darin stellen wir beispielsweise den Mythos der Zauberin Kirke, oder „Circe“, vor, auf welche das geflügelte Wort „jemanden bezirzen“ zurück geht. Bei Homer ist sie die zauberkundige Göttin auf der fernen Insel Aria, wohin es Odysseus mit seinen Gefährten durch eine Sturmnacht auf See hinführt. Kirke „bezirzt“ den Odysseus und er bleibt ein Jahr bei ihr, vergisst darüber beinahe seine Mission, bis dass ihn seine Gefährten zur Weiterfahrt drängen.

In der Ausstellung wurde das Gemälde „Kirke“ von dem italienischen Maler Giovanni Francesco Barbiero, genannt Il Guercino, aus dem Jahr 1665 gezeigt. Tactile Studio fand für die Übersetzung des Ölgemäldes in eine taktile Graphik die ideale Lösung Schritt für Schritt. Wichtigste Detail zum Verständnis des Bildes und des Mythos wurden stark erhaben gedruckt, weniger wichtige Details niedriger hoch aufgedruckt. Das taktile Verständnis erschwerende Details wurden weggelassen. Die Abstände zwischen den verschiedenen Elementen wurden vergrössert, damit eindeutig ist, über welches Objekt der Finger gerade fährt. Das Ergebnis wurden in den Tests vor Ort höchst positiv bewertet.

Link zur Ausstellung

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