Schloss Champs-sur-Marne – 2015

Nur wenige Kilometer östlich von Paris, erhebt sich inmitten einer der schönsten Gartenanlagen Frankreichs das Schloss von Champs-sur-Marne. Errichtet im 18. Jahrhundert, gaben sich hier über die Zeit illustre Mieter die Klinke in die Hand, darunter der Fürst von Vallière, von Lévis oder die Mätresse Pompadour.

Das Modell des Schlosses zum Auseinandernehmen: Auf Initiative von Tactile Studio entstand ein Hilfsmittel der Führungen blinder und sehbehinderter Menschen durch das Schloss, um sich das Ensemble der Räume, ihre Bestimmung und Funktion, bildlich vorzustellen. Das spezielle Miniaturmodell ist gleichzeitig auch für Sehende hilfreich, die äußere Erscheinung des Schloss mit den Innenräumen in Verbindung zu bringen.

 Unterschiedliche Farben, Kontraste, Beschriftungen im Relief und in Braille, Angaben von Treppenläufen und Türöffnungen etc. bieten Hilfestellung, das Schloss Champs-sur-Marne verständlich und damit allen zugänglich zu machen.

1895 erwarb der Kunstsammler Louis Cahen d’Anvers das Schloss. Ein Bewunderer des „Grand Siècle“, wies d‘Anvers den Architekten an, das Schloss in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Heute ist das Schloss von Champs-sur-Marne ein Symbol der französischen Eleganz. Die Sammlungen der Keramik-, Porzellan-, Fayancearbeiten sowie das Mobiliar zeugen von der „art de vivre“ zur Zeit des Sonnenkönigs. Ein besonderes Schmuckstück des Schlosses sind bis heute die Wanddekorationen: Madame de Pompadour Letztere  gab in den Jahren 1753-59 viel Geld für Gemälde und Fresken des berühmten Tiermalers Christophe Huet aus.Tactile Studio setzte diese Wanddekorationen ins Relief: Unterschiedliche Reliefhöhen leiten den Finger an, die Dekorelement zu verstehen und miteinander in Beziehung zu setzen. 

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