Unser Metier: Bild, Relief & Skulptur zum Sprechen bringen

Die Expertise von Tactile Studio liegt im Entwurf und in der Realisierung von Tastobjekten, die für die größtmögliche Zielgruppe gestaltet werden. Dabei soll der Bedarf an zusätzlich notwendigen Hilfestellungen aller Art möglichst reduziert werden.

Die Konzeption dieser speziell für Menschen mit Behinderung gestalteten Tastobjekte durchläuft daher verschiedene Phasen der Reflexion:

• Welche sind die wichtigsten Informationen, die vermittelt werden sollen?

• Wie kann die äussere Form eines Objektes ideal transkribiert werden werden?

• Wo beginnt die taktile Erforschung, wo sind ihre Grenzen? Wo und wie ist die Legende in Braille einzufügen, ohne dass sie ein Übergewicht gegenüber dem Objekt erhält? Welche sind eben noch sinnlich wahrnehmbaren Reizunterschiede? 

• Welche weiteren Techniken der multisensorischen Vermittlung sind möglich?

Bild und Relief zusammenzubringen und in einen Dialog miteinander zu setzen, das ist das Herzstück unserer Arbeit

 

DAS RELIEF

Um ein Bild oder ein Objekt in ein Relief zu bringen, sind viele hinterfragende Reflexionen nötig. Wie soll es wahrgenommen, wie soll es gedeutet werden? Idealerweise kann der Leser die taktilen Anhaltspunkte schnell erkennen sowie die graphische Kodifikation so intuitiv wie möglich entschlüsseln.

DAS BILD & DAS MODELL

An das visuelle gekoppelt wird das “taktile Objekt” ein Objekt der Sinne, das allen Besuchergruppen entspricht: Kinder, Senioren, Menschen mit einer Behinderung, sozial Aussenstehende. Dieser Ansatz wird von Tactile Studio traditionell in allen Projekten verfolgt, denn er verspricht die Vermittlung desselben Niveaus an Information: Ich fasse an, ich sehe, ich verstehe, erkenne und wiedererkenne ein Werk.

Dieser Anspruch – an uns selbst – fordert eine Konzeption des klaren Dialogs zwischen Relief einerseits und Bild andererseits. Zum Beispiel müssen die Effekte der Bildverzerrung, die das voluminöse Relief hervorruft, minimisiert werden. Genausowichtig sind ist die Vorhersage und Kontrolle der kaschierenden Effekte durch das rückwärtig aufgedruckte Bild auf das Relief.  Bild und Relief sind unabhängig voneinander. Wenn wir sie zusammenbringen, werden sie jeweils der Sockel des anderen. Schliesslich ist es die Kunst der Komposition, die Erforschung dieses Dispositifs in seinen Kontext eingebettet wahrzunehmen. Jedes “Bild im Relief” ist daher das Ergebnis einer konstanten, kontruktiven Reflexion unter Kollegen.

DIE CHARAKTERISTIKA UNSERER ARBEITEN

>Widerstandsfest

Unsere Materialien müssen dauerhaft resistent sein, einerseits gegenüber der Besuchernutzung, andererseits gegenüber äusseren Einflüssen (Regen, Hagel, Hitze) sofern sie sich in einem halbgeschütztem Raum befinden.

>Zugänglich

Auch wenn sie sich an alle richten, gilt die besondere Aufmerksamkeit dem sehbehinderten Publikum (*).

>Mobil

Das Relief/ Modell sollte auch auf einen mobilen Unterstand montierbar sein, um im Falle von Umbauten o.ä. beweglich zu sein.

(*) sowohl Blinde als auch Seheingeschränkte.

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